Fingerabdrücke auf Metallen

Typisch für Metalle sind ihr schimmernder Glanz und eine oft silbergraue Oberfläche. Sie verfügen daher über ein hohes Reflexionsvermögen, was sie zu schwierigen Gegenständen für die konventionelle Fotografie macht. Durch ihre Verformbarkeit und Stabilität finden Metalle vielfältig Anwendung als Werkstoffe und werden für unzählige Industriezweige eingesetzt. So werden zum Beispiel auch Waffen und ihre Bestandteile zu großen Teilen aus Stahl, Edelstahl und anderen Metalllegierungen gefertigt. In einem Kriminalfall kann ein auf der Tatwaffe hinterlassener Fingerabdruck zur Identifikation eines Verdächtigen führen.

Die wärmeleitende Eigenschaft metallischer Gegenstände ist bei der Spurensuche mit EVISCAN von Vorteil. Dadurch, dass bei EVISCAN Wärmebildtechnologie eingesetzt wird, ist der Kontrast zwischen Fingerabdruck und Untergrund oft stärker als bei anderen Materialien. Wie deutlich der Fingerabdruck zu erkennen ist hängt auch von den Eigenschaften der Oberfläche ab, etwa davon, ob sie poliert oder chemisch behandelt ist. Schusswaffen zum Beispiel sind häufig brüniert, um Rost und Korrosion zu verhindern – ein Nachteil im Hinblick auf die Sicherung latenter Fingerabdrücke.